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Medair reagiert schnell, um Gemeinden zu unterstützen, die im Osten der DR Kongo mit einem tödlichen Ebola-Ausbruch konfrontiert sind

May 26, 2026
von Medair
DR Kongo
GOMA, Demokratische Republik Kongo, 20. Mai 2026 — Nach der Erklärung eines Ebola-Ausbruchs in der Provinz Ituri (Nordosten der Demokratischen Republik Kongo) am 15. Mai leitete Medair umgehend Nothilfemassnahmen ein, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und sicherzustellen, dass die betroffenen Menschen Zugang zu lebensrettender Versorgung erhalten.

Am 17. Mai stufte die Weltgesundheitsorganisation den Ausbruch als «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» ein – eine aussergewöhnliche Massnahme, die bisher nur neun Mal ergriffen wurde – und unterstrich damit das gravierende regionale und internationale Risiko, das von dem Ausbruch ausgeht. Bei früheren Ausbrüchen des Ebola-Stamms Bundibugyo starben bis zur Hälfte der Infizierten an der Krankheit.

Bis zum 18. Mai wurden 105 mutmassliche Todesfälle gemeldet, wobei bestätigte Fälle im benachbarten Kampala, Uganda, identifiziert wurden. In Goma, DR Kongo – einer Stadt mit mehr als einer Million Einwohnern, die etwa 400 Kilometer vom Ausbruchsort entfernt liegt – wurden ebenfalls bestätigte Fälle festgestellt.

Medair unterstützt seit 1996 Gemeinden in humanitären Krisen im Osten der DR Kongo und hat seine Teams sofort nach Bekanntgabe des jüngsten Ausbruchs mobilisiert, um Gesundheitseinrichtungen zu unterstützen, das Engagement der Gemeinden zu stärken und dabei zu helfen, die Übertragung der Krankheit zu stoppen.  

Dr. Pierre-Olivier Ngadjole, Medairs leitender Gesundheitsberater in der DR Kongo, erklärt: «Aufbauend auf unseren Erfahrungen bei der Bewältigung eines früheren Ebola-Ausbruchs im Jahr 2018, bei COVID-19 und bei Mpox arbeiten wir zügig daran, Leben zu retten und eine weitere Ausbreitung der Krankheit in der DR Kongo und in der Region zu verhindern. Wir erreichen ein alarmierendes Stadium dieser Krise. Aber wir werden nicht aufgeben. Wir sind vor Ort, um Leben zu retten.»  

Viele Familien in den am stärksten vom Ausbruch betroffenen Gebieten wurden durch Konflikte vertrieben und leben in überfüllten informellen Siedlungen ohne Zugang zu Wasser, Gesundheitsversorgung und sanitären Einrichtungen. Unter diesen Bedingungen können sich Krankheiten rasant ausbreiten. Eine möglichst schnelle Eindämmung der Übertragung ist unerlässlich, um gefährdete Gemeinschaften zu schützen.

Die Hilfsmassnahmen von Medair konzentrieren sich auf zwei dringende Prioritäten: die Versorgung der Patienten und die Eindämmung der Ausbreitung der Krankheit.

Um diese Bemühungen zu unterstützen, konzentrieren sich die Medair-Teams derzeit auf:

  • Einbindung der Bevölkerung, um das Bewusstsein zu schärfen und den Ausbruch einzudämmen, damit die Menschen vor Ort wissen, wie sie sich vor Ebola schützen können
  • Einrichtung von Triage-, Screening- und Isolationsbereichen in den 46 Gesundheitszentren, die bereits unterstützt werden, um eine rasche und sichere Überweisung von Patienten an Ebola-Behandlungszentren (ETCs) zu gewährleisten
  • Vorbereitung der Einrichtung neuer Ebola-Behandlungszentren zur Versorgung von Patienten
  • Ausbildung und Ausstattung des lokalen medizinischen Personals in den Gemeinden
  • Wiederherstellung der Wasserversorgung für Gesundheitskliniken  

Eine effektive Einbindung der Bevölkerung ist für den Erfolg der Hilfsmassnahmen von entscheidender Bedeutung.

Unsicherheit, Fehlinformationen und Angst können das medizinische Personal in Gefahr bringen, Infizierte vom Zugang zu medizinischer Versorgung abhalten und die Ausbreitung der Krankheit beschleunigen. Medair arbeitet daher eng mit den Gemeinden zusammen, um Vertrauen aufzubauen, das Bewusstsein zu schärfen und das allgemeine Verständnis sicherzustellen, dass die Infizierung vermeidbar ist und eine medizinische Versorgung möglich ist.  

Wir benötigen dringend Unterstützung, um lebensrettende Gesundheitsdienste auszuweiten, Massnahmen zur Eindämmung des Ausbruchs zu verstärken und den Gemeinden zu helfen, sich vor Ebola zu schützen.

Um für die Nothilfe von Medair zu spenden

Um ein Interview mit Dr. Pierre-Olivier Ngadjole in der DR Kongo zu vereinbaren, wenden Sie sich bitte an:  

Tamara Berger, Beraterin für Kommunikation vor Ort

Tel. +41 (0)78 716 51 40  

E-Mail: media@medair.org


Über Medair

Medair ist eine 1989 gegründete internationale humanitäre Organisation, die sich auf Nothilfe und Wiederaufbau spezialisiert hat. Auf der Grundlage christlicher Werte reagieren wir auf die dringendsten Krisen und leisten lebensrettende Hilfe für gefährdete Gemeinschaften, die von Konflikten, Naturkatastrophen oder Krankheiten betroffen sind.  

Medair ist auf Aktivitäten in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und WASH (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene) spezialisiert und konzentriert sich vorrangig auf die am schwersten erreichbaren Gemeinschaften. Wir sind derzeit in über 10 Ländern weltweit tätig und arbeiten partnerschaftlich mit lokalen Gemeinschaften zusammen, um Leben zu retten und die Würde der Menschen wiederherzustellen, während gleichzeitig Kapazitäten und Widerstandsfähigkeit für künftige Krisen aufgebaut werden.  

Medair scheut keine Mühen, um Menschen zu erreichen, die von Notfällen und Krisen betroffen sind – unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihrem Glauben oder ihrer Nationalität. Damit sie in Würde leben können, frei von menschlichem Leid und mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Wir lassen uns von den humanitären Grundsätzen der Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität leiten.

May 26, 2026
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